"Sag' mal was" - Newsletter
Mai 2018

Rückblick auf das 5. Treffen Netzwerk Sprache

NETZWERK SPRACHE AUF ERFOLGSKURS

Die Baden-Württemberg Stiftung hat zum fünften Mal zum Netzwerk Sprache in ihre Räume nach Stuttgart eingeladen. Unter dem Motto: „Mehrsprachigkeit und Bildungsgerechtigkeit“ haben Herr Staatssekretär Volker Schebesta und Herr Dr. Weber in den Vormittag eingeführt. Frau Prof. Dr. Astrid Rank und Frau Prof. Dr. Anja Wildemann haben ihre Forschungsergebnisse aus dem Projekt „Early Steps into Science and Literacy“ und die Bedeutung der Bildungssprache anschaulich vorgestellt. Die an den Universitäten Regensburg, Landau, Augsburg und Heidelberg durchgeführte Studie wurde von der Stiftung Haus der kleinen Forscher, der Baden-Württemberg Stiftung und der Siemens Stiftung gefördert. Anschließend unternahm Frau Prof. Dr. Anke Wegner mit dem Auditorium eine „Tour d`Horizon vom Elementarbereich zur beruflichen Bildung“. Das dazugehörige Forschungsprojekt SESAM‘ GR zur Entwicklung der Mehrsprachigkeit von den Kindertagesstätten bis zum Sekundarbereich, zur Förderung der interkulturellen Kompetenzen und der grenzüberschreitenden Berufsorientierung, wird mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert. Im World-Café mit dem Titel „Mehrsprachigkeit für alle!“ wurden die Forschungsergebnisse von ExpertInnen aus Theorie und Praxis in verschiedenen Diskussionsrunden erörtert. Besonders hervorgehoben wurde das „Von- und Miteinander Lernen“ als ein wesentlicher Beitrag zur Wertschätzung von Mehrsprachigkeit.

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Aktualisiert! Website „Sag mal was“
Die Baden-Württemberg Stiftung hat die Website zum Projekt „Sag mal was" aktualisiert. Sie finden weitere Informationen zu aktueller Literatur und Studien zu Lise-DaZ® sowie Veranstaltungshinweise auf der Website. Zahlreiche Publikationen, die im Rahmen des Projekts „Sag mal was“ entstanden sind, sind über die Website öffentlich zugänglich.

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Zweites Kifaz-Treffen im Projekt „Sumi-Kifaz“
Am 07. Mai 2018 fand an der PH Weingarten ein weiteres Treffen der am Projekt beteiligten Kinder- und Familienzentren statt. Während des Erfahrungsaustausches wurden vielfältige Ideen und Angebote im Bereich Sprachbildung und Mehrsprachigkeit sichtbar, die die Einrichtungen im Rahmen des Projektes bereits entwickelt haben.

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Fachkräfte mit Migrationshintergrund benachteiligt
Akbaş rüttelt mit ihrem Forschungsprojekt „Pädagogische Fachkräfte mit Migrations-hintergrund in Kindertagesstätten: Ressourcen – Potenziale – Bedarfe“ wach. Sie belegt, dass Selektionsent-scheidungen gegen Fachkräfte mit Migrationshintergrund oftmals aufgrund von angeblichen Sprachdefiziten getroffen werden. Wie Akbaş nachweist, verbirgt sich hinter dieser Begründung vielfach eine Praxis institutioneller Diskriminierung.
 
 
Dialekt oder Hochdeutsch?
Eine Antwort auf diese Frage suchen Löffler, Vogt, Haid, Frick, Zaugg und MitarbeiterInnen in ihrem Forschungsprojekt „SpriKiDS - Sprachförderung im Kindergartenalltag in Dialekt und Standardsprache im Kontext von Mehrsprachigkeit“. Persönliche Einstellungen sind für die eigene Sprachverwendung laut der Forschung handlungsleitend. Ein Umgang mit beiden Sprachvarietäten, also mit Dialekt und Standardsprache, sollte gepflegt werden, der für Kinder mit deutscher Erstsprache wie auch für Kinder mit anderer Erstsprache effektiv ist.

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Material auf 10 Sprachen: Gelebte Mehrsprachigkeit
„Gelebte Mehrsprachigkeit: Zungenbrecher, Lieder, Kinder- und Abzählreime, Bewegungsspiele“ ist eine vielfältige Materialsammlung in den Sprachen Albanisch, Arabisch, Griechisch, Italienisch, Kurdisch, Romanes, Rumänisch, Russisch, Spanisch und Türkisch. Der pädagogische Schwerpunkt liegt auf alltagsrelevanten Themen. Aussprachehinweise und eine entsprechende CD mit Liedern und Abzählreimen in jeder Sprache erleichtern die pädagogische Arbeit erheblich.

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sPRACHFÖRDERUNG KONKRET!
Die vorliegende Broschüre von der Deutschen Gesellschaft für Sprach-heilpädagogik bietet eine Sammlung an praktischen Tipps und Hinweisen zur Sprachförderung im Kita-Alltag. Dabei werden verschiedene sprachliche Bereiche wie Aussprache, Grammatik u.v.m. praxisrelevant dargestellt. Man findet Anregungen für Kinder mit sprachlichen Schwierigkeiten, mit nicht-deutschen Herkunftssprachen, aber auch für Kinder, deren Sprachentwicklung gegenüber Gleichaltrigen schon fortgeschritten ist.

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eLTERNFLYER ZUR sPRACH-ENTWICKLUNG AUF pERSISCH
Der Deutsche Bundesverband für Logopädie e.V. (dbl) hat in Kooperation mit der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ aktuell eine persische Version des Eltern-Informations-Flyers „Wie spricht mein Kind?“ herausgegeben.
Analog zur deutschen Version, die bereits in verschiedene Sprachen übersetzt wurde, werden Informationen zum Thema Sprachentwicklung sowie Hinweise zur Förderung der Sprachentwicklung gegeben.

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Interkulturelle Kinder-Bücher Für verschiedene Altersgruppen
Der Verband binationaler Familien und Partnerschaften liefert in der aktualisierten Auflage ihrer Broschüre „Interkulturelle Kinderbücher“ über 140 Titel wertvoller Kinderliteratur. Dabei steht eine klischeefreie Darstellung der heute aufwachsenden Generation im Mittelpunkt. Zusätzlich ist eine Broschüre mit aktuellen Kinderbuchempfehlungen und Spielmaterialien des Projekts „Bilder im Kopf! Vielfalt in Kinder und Jugendmedien“ erhältlich.

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Neue Ergänzungs-
materialien Kinder-Sprache Stärken!
Die neue Veröffentlichung „Kinder-Sprache stärken!“ enthält umfangreiche Ergänzungsmaterialien zu Themen der sprachlichen Bildung. Anschaulich werden verschiedene Etappen des Spracherwerbs dargestellt. Die Publikation enthält jeweils fünf übersichtlich gestaltete Poster und Papptafeln zu Orientierungsleitfäden für alle sprachrelevanten Bereiche. 


 

Eintauchen in die Bücherwelt

Das Begleitheft „Mit Bilderbüchern in die Lesewelt“ stellt neue Kinderliteratur für verschiedene Altersgruppen vor. Zu jedem Kinderbuch sind kreative Angebote zur sprachlichen Förderung angegeben. Hinweise auf zusätzliches Material und explizite Anregungen vermitteln einen Überblick zur Arbeit mit 20 speziell für dieses Projekt ausgewählten Bilderbüchern. 

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Elternbroschüren zum Thema mehrsprachige Erziehung
Die kostenlose Broschüre „In vielen Sprachen zu Hause" zeigt, wie mehrsprachige Erziehung aussehen kann. Sie steht in zehn zweisprachigen Ausgaben zur Verfügung. Die Broschüre ist vielfältig einsetzbar (Kitas, Arztpraxen, Beratungsstellen, Familienzentren) und ist über den Verband binationaler Familien und Partnerschaften erhältlich.

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Projektplanung „Bildungssprache“ leicht gemacht
Die Handreichung „Projektplanung im Kontext sprachlicher Bildung“ des Trägerkonsortiums BiSS richtet sich an pädagogische Projektverantwortliche in Kita oder Schule. Die Herausforderungen im Bildungswesen wachsen stetig. Eine konkrete Projektplanung kann bei der Organisation neuer Bildungsmaßnahmen wertvolle Unterstützung leisten. Die hier zusammengestellten Überlegungen geben konkrete Hinweise zur Durchführung von Projekten im Bereich Bildungssprache.

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AKTUELLE PUBLIKATIONEN


Titz, C., Geyer, S., Ropeter, A., Wagner, H., Weber, S., Hasselhorn, M. (Hrsg.) 2017:
Konzepte zur Sprach- und Schriftsprachförderung entwickeln. Stuttgart: Kohlhammer. (Bildung durch Sprache und Schrift, Band 1).


Die Publikation liefert vier evidenzbasierte Bausteine, die es bei der Entwicklung von Konzepten zu Sprach- und Schriftsprachförderung zu beachten gilt. Aufbauend auf dem theoretischen Hintergrund befasst sich der zweite Teil mit der Diagnostik und Dokumentation der Ausgangssituation. Der dritte Baustein thematisiert Sprachbildung für den Elementar- bis Sekundarbereich. Die alltagsintegrierte Sprachförderung erfährt dabei besondere Beachtung. Die Qualifizierung von pädagogischen Fachkräften wird im letzten Teil des Buches ausführlich behandelt. Die Publikation enthält einen fundierten Überblick über die wichtigsten Konzepte im Bereich Sprach- und Schriftsprachförderung.

Lamm, B. (Hrsg.) 2017: Handbuch interkulturelle Kompetenz: Kultursensitive Arbeit in der Kita. Freiburg: Herder.

Bettina Lamm stellt in ihrer Publikation die interkulturelle Kompetenz als Schlüssel für den Kita-Alltag in den Mittelpunkt. Im Teil „Wissen“ lernen LeserInnen u. a. unter-schiedliche Sozialisationsmodelle in Bezug auf verschiedene Migrationshintergründe kennen. Darauf aufbauend zeigt die Autorin im Bereich „Haltung“, wie man beispiels-weise der Bildung von Vorurteilen bei Kindern aktiv entgegenwirken kann. Im letzten Teil der Publikation „Handeln/Diversität leben“ werden Wege zur lebendigen Mehr-sprachigkeit in den Kitas aufgezeigt. Dabei werden konkrete Ansatzpunkte für die Umsetzung in der pädagogischen Praxis geliefert.

Sallat, S., Hofbauer, C. & Jurleta, R. 2017: Inklusion an den Schnittstellen von sprachlicher Bildung, Sprachförderung und Sprachtherapie. WiFF-Expertise, Band 50. München: DJI.

Die Publikation beschreibt die aktuelle Situation der Umsetzung von sprachlicher Bildung in Kitas. Dabei zeigt sich auf Einrichtungs- und Trägerebene eine große Heterogenität bezüglich Qualität und Quantität von Fördermaßnahmen. Auch im Hinblick auf Zuständigkeiten und Finanzierungen gibt es viele offene Fragen. Die bedeutsame Publikation der WiFF gibt einen strukturierten Überblick über Handlungsmöglichkeiten im Bereich der sprachlichen Bildung, Sprachförderung und Sprachtherapie. Neue Organisationsmöglichkeiten werden vorgestellt, bei denen die interdisziplinären Kompetenzen besonders in den Mittelpunkt gestellt werden.

Die Publikation ist kostenfrei erhältlich
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Scharun, F. (2017): Frühkindliche(r) Spracherwerb, Mehrsprachigkeit und sprachliche Bildung im Kontext von Immersion.
Eine videogestützte Interviewstudie zu den subjektiven Sprachbildungstheorien von KrippenerzieherInnen (Sprach-Vermittlungen 19. Band) Münster: Waxmann.


Laut Scharun fehlen Informationen über die subjektiven Sprachbildungstheorien pädagogischer Fachkräfte zum frühkindlichen Spracherwerb. Die videogestützte Interviewstudie, die in bilingualen Krippen durchgeführt wurde, veranschaulicht die vielfältigen Ressourcen der pädagogischen Fachkräfte. Defizitäre Strukturen der ErzieherInnenausbildung in Bezug auf die Themen Spracherwerb, Mehrsprachigkeit und sprachliche Bildung müssten Scharun zufolge dringend aufgearbeitet werden, anstatt freiwillige Weiterqualifizierungsangebote zu propagieren. Dabei wird besonders der Zusammenhang zwischen sprachlichem Können der Kinder und potentiellem Bildungserfolg betont.

Weitere empfehlenswerte Fachliteratur
 

SPRACHBILDUNG FUNDIERT UND PRAXISNAH

Die Fachtagung Sprache steht zum 10-jährigen Jubiläum unter dem Motto „Themen der Zukunft – Ein best of!“. Es werden fachliche Vorträge und praxisbezogene Workshops zu Themen wie inklusiver Sprachbildung, Sprachförderung mit naturwissenschaftlichen Phänomenen u.v.m. stattfinden. Die Fachtagung findet vom 08.-09.6.2018 in Heidenheim statt.

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FMKS-FAchtag
„Frühe Mehrsprachigkeit – keine Zukunft ohne!“ war der Titel des
fmks-Fachtags am 22.02.2018. Thematisiert wurde unter anderem das Prinzip „Eine Person – eine Sprache“. Dieses habe sich in der Praxis bewährt, dürfe aber nicht pauschalisiert werden: Weder für Kinder noch für Erwachsene dürfe es Gesetze für die Verwendung von Sprachen oder gar „Sprachverbote“ geben.
Die Annahme einer „doppelten Halbsprachigkeit“ bei Mehrsprachigen beruhe auf unrealistischen Vorstellungen von „perfekt“ zu beherrschenden (Standard)sprachen.

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Schulung LiSe-DaZ®
Vierzehn pädagogische Fachkräfte sind für den Alltag mit mehrsprachigen Kindern dank einer intensiven LiSe-DaZ® Schulung gut gerüstet. Die sprachliche Entwicklung von mehr-sprachigen Kindern korrekt einzu-schätzen ist nicht leicht. Insbesondere die unterschiedlichen Kontaktzeiten mit der deutschen Sprache erschweren eine Einschätzung erheblich. LiSe-DaZ® kann hier als gut evaluiertes Messinstrument weiterhelfen. Um die Anwendung transparent zu machen, hat die Baden-Württemberg Stiftung in ihren Räumlichkeiten eine zweiein-halbtägige umfassende Schulung für Interessierte kostenfrei angeboten.
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Bei Fragen wenden Sie sich bitte an
Landesinstitut für Schulentwicklung, Programmträger für die Baden-Württemberg Stiftung im Programm „Sag' mal was“
Dr. Ulrike Philipps
Tel +49 (0) 711 6642-3200; Fax +49 (0) 711 6642-3099
ulrike.philipps@ls.kv.bwl.de
www.ls-bw.de

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