Newsletter der Baden-Württemberg Stiftung
Dezember 2018
 
baden-württemberg stiftung informiert über ds-gvo
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LiSe-DaZ® - Sieben Jahre erfolgreiche Schulungen

Über 1500 Personen haben von 2011 bis 2018 an LiSe-DaZ® Schulungen teilgenom-men. Zahlreiche pädagogische Fachkräfte, Lehrkräfte, Fachberatungen, Logopäd-Innen, HeilpädagogInnen und MultiplikatorInnen sind nun für die Praxis gut gerüstet. Die linguistische Sprachstandserhebung LiSe-DaZ® wurde im Auftrag der Baden-Württemberg Stiftung von Prof. Dr. Rosemarie Tracy, Universität Mannheim, und Prof. Dr. Petra Schulz, Universität Frankfurt, entwickelt. Mit dem Verfahren ist es erstmalig möglich, den individuellen Sprachentwicklungsstand von Kindern mit Deutsch als Zweitsprache (DaZ) und Deutsch als Muttersprache (DaM) differenziert zu erfassen und Sprachförderbedarf entsprechend abzuleiten.
Die Baden-Württemberg Stiftung hatte das Mannheimer Zentrum für Empirische Mehrsprachigkeitsforschung (MAZEM) beauftragt, Einrichtungen von insgesamt 46 Trägern in Baden-Württemberg zu schulen. Die Ergebnisse von Feedbacktreffen und Teilnehmerbefragungen belegen die hohe Qualität der Schulungen. Besonders die praxisorientierte und strukturierte Vermittlung des umfangreichen Verfahrens wurde von den Teilnehmenden sehr geschätzt. Die Organisation und Finanzierung der Schulung über die Baden-Württemberg Stiftung endet zum 31.12.2018. Interessent-Innen können sich in Zukunft direkt an das MAZEM wenden.

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NETZWERK SPRACHE ZU MEHRSPRACHIGKEIT IN KINDER- UND FAMILIENZENTREN IM SOMMER

Am 26.6.2019 wird das 6. Treffen des Netzwerk Sprache in den Räumlichkeiten der Baden-Württemberg Stiftung stattfinden.
Zentrale Themenbereiche werden Ergebnisse aus dem Projekt „Sprachentwicklung und Mehrsprachigkeit in Kinder- und Familienzentren stärken“ sowie Vernetzungsprozesse im Sozialraum sein. Anmeldungen sind ausschließlich über ein Anmeldeformular auf der Website möglich, das im Frühjahr 2019 freigeschaltet wird.

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UMWELTBEWUSSTSEIN STÄRKEN

Die Baden-Württemberg Stiftung schreibt in Kooperation mit der Heidehof Stiftung zum fünften Mal das Programm „Nachhaltigkeit lernen – Kinder gestalten Zukunft“ aus und stellt dafür 1,5 Mio. Euro zur Verfügung. Das Programm richtet sich an Kinder bis 14 Jahre. Bewerben können sich alle gemeinnützigen oder öffentlich-rechtlichen Einrich-tungen, Körperschaften, Verbände und Organisationen mit Sitz in Baden-Württemberg.

Weitere Informationen und Online-Bewerbungsportal
 
VERANSTALTUNGSHINWEISE AUF DER WEBSITE
Als zusätzlichen Service finden Sie auf unserer Website „Sag' mal was“ auch aktuelle Hinweise auf Fachtage und Fortbildungsveranstaltungen unterschiedlicher Anbieter zu den Themenfeldern sprachliche Bildung und Förderung, Mehrsprachigkeit und Zusam-menarbeit mit Familien.

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WIE GELINGT MEHRSPRACH-IGES AUFWACHSEN IN DER KITA
Die aktuelle Publikation „Migrationsbe-dingte Mehrsprachigkeit in Kitas“ von Jahreiß analysiert Bedingungen für ein gelingendes mehrsprachiges Aufwachsen in der Kita. Vorgestellt wird eine Interven-tionsstudie, die in 19 Kindertageseinrich-tungen in Süddeutschland durchgeführt wurde. Die teilnehmenden Einrichtungen erhielten zwei Jahre lang kitainterne Wei-terbildungen zum Umgang mit sprachlich-er Vielfalt und Mehrsprachigkeit. Die Er-gebnisse zeigen, dass sich das profess-ionelle Handeln von pädagogischen Fach-kräften durch die Weiterbildung nicht signifikant verändert hat. Laut Autor sind zur weiteren Professionalisierung im Um-gang mit Mehrsprachigkeit weitere Hilfestellungen für den Praxistransfer notwendig.

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SPRACHENTWICKLUNGSSTÖRUNGEN IM KONTEXT VON MEHRSPRACHIGKEIT - INTERDISZIPLINÄRE ZUSAMMENARBEIT GEFRAGT

Der Artikel „Mehrsprachige Kinder in sprachtherapeutischen Praxen: eine interdiszipli-näre Herausforderung“ von Wagner liefert einen Überblick über den aktuellen Forsch-ungsstand im Bereich Sprachentwicklung von mehrsprachigen Kindern. Es werden physiologische Entwicklungsverläufe unter besonderer Berücksichtigung der Themen Sprachdominanz, Sprachwechsel und Sprachmischungen sowie Sprachentwicklungs-störungen im Kontext von Mehrsprachigkeit anschaulich dargestellt. Der Autorin zufolge besteht bei mehrsprachigen Kindern ein erhöhtes Risiko für Fehldiagnosen.
Die Notwendigkeit einer interdisziplinären Zusammenarbeit sämtlicher Fachgruppen wird betont.

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FRÜHE SPRACHBILDUNG KONKRET UND STRUKTURIERT
Die Publikation „Wortschätze. Frühe Sprachbildung mit Witz und Vergnügen“ von Duderstadt, Tegeler und Hasselman enthält zahlreiche bunt bebilderte Reime. Gerade jüngere Kinder sollten Sprache als etwas Lustvolles erleben. Dieses Buch liefert Texte und Bilder, die zum Spielen mit Sprache verleiten. Die Einteilung der Reime nach sprachlichen Gesichtspunk-ten ist für eine zielorientierte Anwendung hilfreich.

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KOSTENLOSE DATENBANK FÜR MEHRSPRACHIGE GESCHICHTEN
Die Bücherpiraten e.V. haben mit Unter-stützung der Dräger-Stiftung eine Daten-bank mit zweisprachigen Bilderbuch-Geschichten von Kindern für Kinder erstellt. Interessierte Personen aus der Leseförderung können Geschichten für Kinder hochladen. Ein Netzwerk von ehrenamtlichen HelferInnen übersetzt die Geschichten in zahlreiche Sprachen. Möglichst viele Versionen werden zusätz-lich als Hörbuch eingesprochen. Die Geschichten können in zwei beliebigen Sprachen kostenlos heruntergeladen werden.

Eine aktuelle Geschichte zum Download
 
KULTURELLE UND SPRACH-LICHE VIELFALT PRAXISNAH
Hofbauer beschreibt in ihrer neuen Pub-likation „Sprachen und Kulturen im Kita-Alltag“, wie Kitas konstruktiv mit sprach-licher und kultureller Vielfalt umgehen können. Dabei werden viele verschiedene Bildungsbereiche dargestellt. Anschauli-che Praxisbeispiele zeigen, wie mit wenig Aufwand Sprachen und Kulturen erfasst und einbezogen werden können. Kleine Gedankenexperimente eröffnen neue Perspektiven auf Mehrsprachigkeit und ermöglichen eine kritische Reflexion des eigenen Handelns.

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MEHRSPRACHIGE LIEDER ZUM MITSINGEN FÜR ALLE
Hering bringt auf seiner aktuellen Doppel-CD „Lebensfreude in aller Welt“ neue Lieder von seinen Reisen in die ganze Welt mit. In dieser Sammlung finden sich 40 Lieder aus 30 Ländern, darunter Klassiker und neues Liedgut. Ein Begleit-buch mit didaktischen und musikalischen Hinweisen erleichtert die Umsetzung mit den Kindern. Viele Strophen wurden von MuttersprachlerInnen eingesungen und ergänzen den deutschen Text.

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PLAKATE ZUM THEMA "MEHRSPRACHIGKEIT"
Im Rahmen der Ausstellung „Gesellschaft-liche Vielfalt im Kinderbuch“ wurden zehn Plakate mit kurzen Texten zu Stichworten wie „Mehrsprachigkeit“, „Vielfalt als Normalität“, „Migration und Flucht“ und dazu passenden Buchempfehlungen erstellt. Die Ausstellungsplakate werden vom Verband Binationaler Familien und Partnerschaften für die Bildungsarbeit zur Verfügung gestellt.

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FILM: SPRACHE IST ÜBERALL
Der neue Film der Akademie für innova-tive Bildung und Management Heilbronn-Franken „Sprache ist überall – wie Kita-kinder ihre Welt entdecken“ beleuchtet, wie sprachliche Fähigkeiten von Kindern unterstützt werden können. Die Filmaus-schnitte wurden u.a. in einem Heilbronner Familienzentrum erstellt, das im Rahmen des Projekts „Sprachentwicklung und Mehrsprachigkeit in Kinder- und Familien-zentren stärken“ von der Baden-Württem-berg Stiftung gefördert wird.

Filmausschnitte und weitere Informationen
 
PRAXISNAHE INTERAKTIONS-MÖGLICHKEITEN IM KITA-ALLTAG
Die aktuelle Publikation „GInA: Gestaltung von Interaktionsgelegenheiten im Alltag“ von Weltzien, Huber-Kebbe und Bücklein bietet Methoden an, mit deren Hilfe Ge-sprächsgelegenheiten mit Kindern besser genutzt werden können. Ein Reflexions-bogen zum Interaktionsverhalten enthält verschiedene Merkmale gelingender Kommunikation sowie entsprechende Themeneinstiege und Exkurse. Das Thema „Sprechen und Sprache anregen“ findet besondere Berücksichtigung.

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WIE HÄNGEN SPRACH- UND SPIELENTWICKLUNG ZUSAMMEN
Die wechselseitige Abhängigkeit von Spiel- und Sprachentwicklung wird in einem aktuellen Fachtext von Hofmann thematisiert. Zunächst werden die wich-tigsten Merkmale der Spiel- und Sprach-entwicklung betrachtet. Sodann stellt Hofmann Zusammenhänge zwischen einem Verharren im Funktions- oder Sym-bolspiel und Problemen in der Sprachent-wicklung dar. Schließlich werden adäqua-te Interventionen zur Unterstützung der Entwicklung der Kinder aufgezeigt.

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FLYERRHEIHE "SO GEHT MEHRSPRACHIGKEIT" JETZT AUCH AUF TÜRKISCH UND RUSSISCH
Der Berliner Interdisziplinärere Verbund für Mehrsprachigkeit stellt in einer Flyer-reihe prägnant Informationen zum Thema Mehrsprachigkeit und Förderung der Sprachentwicklung zur Verfügung. Die Reihe richtet sich an pädagogische Fachkräfte sowie Eltern mehrsprachiger Kinder. Die Flyer sind bereits in mehreren Sprachen vorhanden. Der vierte BIVEM-Infoflyer liegt nun auch auf Türkisch und Russisch vor.

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FACHWORTSCHATZ ERZIEHUNG
Seit Oktober 2018 ist in der Reihe „Im Beruf Neu“ der Fachwortschatztrainer Erziehung erhältlich. Das fachsprachliche Trainingsmaterial für Deutsch als Fremd-sprache präsentiert sprachliche Mittel für den Kita-Alltag und übt diese intensiv ein. Dabei werden relevante sprachliche Situ-ationen wie z.B. Eingewöhnung, Konflikt-situationen u.v.m. explizit aufgeführt.

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Aktuelle Publikationen

Geyer, S. (2018): Sprachförderkompetenz im U3-Bereich. Eine empirische Untersuchung aus linguistischer Perspektive. Stuttgart: J.B. Metzler.

Geyer untersuchte das sprachliche Fachwissen pädagogischer Fachkräfte sowie die Qualität ihres sprachlichen Handelns in Interaktion mit Kindern unter drei Jahren. Sie erläutert in ihrer Publikation, warum der Grundsatz „Je mehr, desto besser“ hier keine Gültigkeit besitzt. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass sich sprachliches Fach-wissen nicht erfahrungsbasiert ohne systematische Lernangebote entwickeln kann.
Ein intensiver Qualifizierungsbedarf ist besonders für pädagogische Fachkräfte im U3-Bereich gegeben. Die Autorin fordert eine systematische curriculare Verankerung des Themas in Fort- und Weiterbildung. 

Anderka, A. (2018): Elterliches Sprachangebot und vorschulischer Spracherwerb. Eine empirische Analyse zu Zusammenhängen und sozialen Disparitäten. Münster: Waxmann.

Die Publikation von Anderka enthält einen Überblick über Meilensteine des Spracher-werbs. Die dargestellte Studie belegt die hohe Bedeutung der Sprachkompetenzen der Eltern für den Grammatikerwerb vor Schuleintritt. Auch Kinder mit deutscher Erst-sprache aus sogenannte bildungsfernen Familien sind oft nicht mit Bildungssprache vertraut. Dies erschwert den Erwerb von Schriftsprache und den Zugang zu Lernin-halten in der Schule. Aus umfassenden Einblicken in die Bedingungen für einen geling-enden Spracherwerb werden Förderkonzepte für Kinder bildungsferner Schichten abgeleitet.


Henle, D., Nauwerck, P. (Hg.) (2018):
Spracherwerbsprozesse unterstützen und gestalten. Theorie und Praxis der durchgängigen Sprachbildung im ein- und mehrsprachigen Kontext. Baltmannsweiler: Schneider Hohengehren (Sprachenlernen Konkret! Angewandte Linguistik und Sprachvermittlung, 18).

Der Jubiläumsband der Fachtagung Sprache beleuchtet verschiedene Aspekte einer durchgängigen Sprachbildung. Wissenschaftliche Beiträge zum Thema Sprache schlagen eine Brücke zwischen theoretischer Fundierung und praktischer Umsetzung. Der Schlüsselrolle der sprachlichen Entwicklung für das schulische Lernen und den Übergang zwischen Kindergarten und Schule wird dabei besondere Beachtung gewidmet. Für Kinder mit Zweitsprache Deutsch und Kinder aus sogenannten bild-ungsfernen Milieus zählt der Schriftspracherwerb noch immer zu den größten Hürden auf dem Weg zum Bildungserfolg. 

Schmidt, M. (2018): Kinder in der Kita mehrsprachig fördern Schritt für Schritt in die Praxis.

In Kitas begegnen sich Kinder mit ganz unterschiedlichem sprachlichen Hintergrund. Es gibt Kinder, die einsprachig aufwachsen und erst in der Kita mit der deutschen oder einer anderen Sprache in Kontakt kommen. Der Autor entwirft ein Konzept mit zehn elementaren Prinzipien für die mehrsprachige Förderung ein- und mehrsprachig aufwachsender Kinder in der Kita, das anhand vieler praktischer Beispiele Schritt für Schritt umgesetzt werden kann. Pädagogische Fachkräfte erfahren, wie sie mehr-sprachige Kompetenzen von Kindern einschätzen können, und erhalten Informationen zum Thema Elternarbeit.
 

FACHTAGUNGSREIHE ZUM THEMA ÜBERGANG IN DIE SCHULE UND MEHRSPRACHIGKEIT

Das Staatsinstitut für Frühpädagogik hat aus dem EU-Kooperationsprojekt „TRAM –Transition and Multilingualism“ eine Fachtagungsreihe entwickelt. Für ein Gelingen von Übergängen vor dem Hintergrund von Mehrsprachigkeit ist die Wertschätzung von sprachlicher und kultureller Vielfalt unabdingbar. Zusätzlich ist Fachwissen notwendig, um an den Schnittstellen der Bildungssysteme entsprechende Unterstützung leisten zu können. Im Rahmen der dreiteiligen Fachtagung des IFP wurden in vielfältigen didak-tischen Settings Übungen zur Identifikation eigener Wertvorstellungen angeboten sowie theoretisches Fachwissen zu den Themen Mehrsprachigkeit, Übergänge von der Kita in Schule und Hort und Bildungspartnerschaften vermittelt. Dabei wurde besonders auf aus der Forschung bekannte und evaluierte Kooperationsformen verwiesen, die für den Bildungserfolg von entscheidender Bedeutung sind.

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Bei Fragen wenden Sie sich bitte an
Landesinstitut für Schulentwicklung, Programmträger für die Baden-Württemberg Stiftung im Programm „Sag' mal was“
Maren Saltuari
Tel +49 (0) 711 6642-3212; Fax +49 (0) 711 6642-3099
maren.saltuari@ls.kv.bwl.de
www.ls-bw.de

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